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VERTRAUEN ist KONTROLLE

Immer wenn wir an Formen des Zusammenarbeitens denken, lohnt ein Blick auf die Basis: Das Vertrauen untereinander.

Hier meinen wir nicht ein bedingungsloses, blinds Vertrauen. Nein. - Gemeint ist Vertrauen im konstruktiven Sinn. Das lässt sich auch daraus erklären, dass wir immer „in Bezug auf etwas“ (z.B. unsere Zusammenarbeit) vertrauen. Und so ganz nebenbei: Wir haben nur dann die Fähigkeit zu vertrauen, wenn wir uns selbst vertrauen und wenn wir Vertrauen in Vertrauen haben.

Beim „gesunden“ Vertrauen gehen wir davon aus, dass das Gegenüber unter den gegebenen Umständen das Richtige tut und den Ermessensspielraum in unserem Sinne nutzt. Vertrauen setzt dabei auf Wahlfreiheit. Am Beispiel einer Zusammenarbeit/Kooperation heißt das, dass Sie neben der Kooperation auch wählen können,

  • die Kooperation nicht einzugehen,
  • die Kooperation zu beenden oder
  • Sicherungssysteme einzuziehen.

Speziell die letztgenannte Variante zeigt Misstrauenspotential (bei laufender Zusammenarbeit) auf. Und frei nach dem Motto „Regeln sind dazu da, um sie zu brechen“, wird das Misstrauen rasch durch raffinierte nahezu selbstaktive Vorgaben-Umgehungs-Intelligenz bestätigt.

Unterschiedliche Grade von Vertrauen oder Misstrauen lassen auch alltägliche Redensarten erkennen: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, „Ich gebe dir einen Vertrauensvorschuss" oder „Ich schenke dir mein Vertrauen“.

Vertrauen als Führungskonzept

Als FührungsKRAFT wissen Sie, dass kein Vertrag gegenseitiges Vertrauen ersetzt. Oder anders betrachtet: Wenn Sie in Ihrem Führungshandeln auf Vertrauen setzen, wählen Sie bewusst Unsicherheit, Kontrollverlust und die Möglichkeit der Enttäuschung. Sie gehen damit ein hohes Risiko ein. 

Was also soll es bringen, wenn Sie bewusst auf die "Vertrauen-ist-Risiko"-Karte setzen?

Ihre riskant-vertrauensvolle Vorleistung wirkt wechselwirksam. Sie schafft eine verpflichtende Kraft beim Gegenüber. Mit Ihrem Vertrauen beweisen Sie, dass Sie Ihren Mitarbeitern das Erbringen von Leistung zutrauen. Zudem erhöhen Sie die Selbstverantwortung und Motivation.

So gesehen schließen sich Vertrauen und Kontrolle nicht aus. Ganz im Gegenteil: Ein vertrauensvolles Miteinander kontrolliert sich selbst. Vertrauen ist somit die bessere - weil selbstwirksame - Kontrolle.

Kurz und gut: Vertrauen stärkt das Miteinander.

 

Ihr Vertrauensindex

Und wie so Vieles im Unternehmen: Sie bestimmen, indem Sie als Führungskraft den ersten Schritt setzen.

  CHECK:   Betrachten Sie dazu einen virtuellen unternehmensinternen Vertrauensindex (von 1 – kaum vorhanden bis 10 – sehr hoch).

(1) Wie viele Vertrauenspunkte würden Ihnen Ihre Mitarbeiter geben?

(2) Wie viele Vertrauenspunkte würden Sie sich wünschen?

(3) Und wie viele Vertrauenspunkte würden Sie sich selbst geben?

 

  EXTRA-TIP to USE:   TIT for TAT - Strategie der Zusammenarbeit

Auf Erkenntnissen der Spieltheorie beruht folgender in der Praxis sehr empfehlenswerte Ansatz der Zusammenarbeit:

  1. Kooperiere! Biete zuallererst Kooperation an.
  2. Wenn die Zusammenarbeit ausgeglichen wird, setze weiter auf Vertrauen. Wenn nicht, bestrafe sofort und konsequent. Sprich: Handle! - Nicht handeln heißt zustimmen.
  3. Mache nach einer gewissen Zeit wieder ein Angebot.

 

  HINWEIS  

Mehr dazu finden Sie in meinem Buch »Einfach. Ganzheitlich. Führen. – Wie Sie mit Hirn, Herz und Hand erfolgreich führen.«

 


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